Ausbildung im SFAP zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau ab 2020
 

Ab 2020 bietet das SFAP als staatlich anerkannte Schule zusammen mit seinen Kooperationspartnern die neue Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau nach dem Pflegeberufegesetz an. Die Ausbildung ersetzt die alten Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.  Diese werden ab 2020 im neuen Beruf Pflegefachmann/-fachfrau zusammengeführt.

Die neue Pflegeausbildung soll die pflegerischen Berufe zukünftig attraktiver machen. Immer mehr Pflegekräfte werden gebraucht: Die Bevölkerung wird immer älter, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Die Ausbildung zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau ist generell für die Auszubildenden kostenlos und wird mit einer Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb entlohnt. 

 
Starttermin an unserer Schule: 01.08.2020
 

Wie bekomme ich einen Ausbildungsplatz?

Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen sprechen Sie einfach einen Ausbildungsbetrieb
(Altenheim/Pflegeheim/Pflegedienst/Krankenhaus) in Ihrer Nähe an.

 

Voraussetzungen

Für die dreijährige Ausbildung als Pflegefachmann/-fachfrau sollten Sie zum Ausbildungsbeginn mindestens 16 Jahre alt sein, denn für die Nachtdienste ist die Volljährigkeit erforderlich.

Sie brauchen einen zehnjährigen Schulabschluss (erster oder mittlerer Bildungsabschluss) oder z.B. einen Hauptschulabschluss mit einer zusätzlich zweijährigen Berufsausbildung, z.B. zum Altenpflegehelfer oder Gesundheits- und Pflegeassistenten.

 

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Anerkennung zum Pflegefachmann/ zur Pflegefachfrau nach dem Pflegeberufegesetz.
In 2100 Stunden Theorie (Schule) und 2500 Stunden Praxis (Pflegeeinrichtung) über drei Jahre wird der Pflegeberuf erlernt.

 

Unterricht im SFAP

Der Unterricht findet in Lernfeldform statt. Im Unterricht stehen berufliche Handlungssituationen im Mittelpunkt der Bearbeitung. Berücksichtigt werden dabei die verschiedenen Bereiche der generalistischen Ausbildung aus der stationären Altenpflege, der ambulanten Pflege, der Pädiatrie und aus dem Bereich der stationären Krankenhauspflege in komplexen Handlungssituationen mit theoretischen und praktischen Elementen. Dabei können in den mit der Dauer der Ausbildung komplexer werdenden Handlungssituationen Aspekte folgender beispielhaft genannter Themengebiete enthalten sein:

Kommunikation
Grundpflege
Prophylaxen
Behandlungspflege
Pflegeplanung
Erste Hilfe
Arbeit mit EDV
Psychologie
Beschäftigung
Rechtskunde
Anatomie
Physiologie
Geriatrie
Kultursensible Pflege
Akutpflege
Pflegewissenschaft

...etc.

Die Erteilung des Unterrichts findet in Blockform statt.

 
Berufsvorbereitende Facheinsätze

In der Ausbildung sind eine ganze Reihe von Facheinsätzen vorgesehen:
Sofern Sie eine Ausbildung in einer stationären Altenpflegeeinrichtung beginnen, erfolgen beispielsweise eine Facheinsatzzeit von 400 Stunden im ambulanten Pflegebereich, eine Facheinsatzzeit von 400 Stunden im Krankenhaus, ein Einsatz von 120 Stunden im Bereich der Kinderpflege sowie ein weiterer Einsatz in einer gerontopsychiatrischen/psychiatrischen Einrichtung während der Ausbildung. So soll der generalistische Grundgedanke der neuen Ausbildung sichergestellt werden.

 

Wahlrecht nach zwei Ausbildungsjahren

Für Auszubildende mit einem Ausbildungsvertrag in der Pädiatrie oder in der ambulanten bzw. stationären Langzeitpflege ist nach zwei Jahren generalistischer Ausbildung auf eigenen Wunsch ab dem 3. Ausbildungsjahr eine Spezialisierung möglich (Abschluss: „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“ oder „Altenpfleger/in“ anstatt Pflegefachmann/Pflegefachfrau).

 

Praxisbegleitung in der Ausbildung

Innerhalb der Ausbildung werden von den Schulen insgesamt fünf Praxisbegleitungen mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Die Beurteilung des Lernzuwachses erfolgt durch die praxisbegleitende Lehrkraft im Einvernehmen mit dem beratenden Praxisanleiter. Die inhaltliche Gestaltung und die praktische Organisation der Durchführung der Praxisbegleitung obliegen den jeweils zuständigen Pflegeschulen. Derzeit wird in Hamburg an der Definition und der Entwicklung von Beurteilungskriterien für die zukünftige Praxisbegleitung gearbeitet.

 

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung erfolgt nach zwei Ausbildungsjahren und hat einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Die Durchführung obliegt den Pflegeschulen. Der schriftliche Teil der Zwischenprüfung dauert 120 Minuten und besteht aus mindestens zwei Lernfeldern. Der praktische Teil der Zwischenprüfung findet im Rahmen der 3. oder 4. Praxisbegleitung statt, konzipiert als reale Pflegesituation mit komplexer Pflegehandlung.

 

Unterrichtsgebühr

In der Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau fällt keine Unterrichtsgebühr an.

 
Allgemeine Informationen

Das Pflegeberufegesetz wird ab dem 1. Januar 2020 das Altenpflegegesetz und das Krankenpflegegesetz ablösen. Ziel ist es, die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu modernisieren, attraktiver zu machen und den Berufsbereich der Pflege insgesamt aufzuwerten.

Der demografische Wandel prägt und verändert unsere Gesellschaft. Neue Entwicklungen im Berufs- und Beschäftigungsbereich erfordern eine umfassende Reform der Pflegeausbildungen. Eine zukunftsgerechte Berufsausbildung muss Pflegefachkräfte zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen in allen Versorgungsformen befähigen. Sie muss berücksichtigen, dass die Pflege auch weiterhin von stetiger Veränderung geprägt sein wird und dass zukünftig in allen Versorgungsbereichen ältere Menschen den größten Anteil an Pflegebedürftigen ausmachen werden. Gegenstand der Reform ist daher die Zusammenführung der bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz geregelten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege im Pflegeberufegesetz. Die Reform betrifft knapp 140.000 Auszubildende.

Generalistische Pflegeausbildung – modern und durchlässig

Kern des Pflegeberufegesetzes ist die Einführung einer dreijährigen, generalistischen beruflichen Ausbildung mit dem Abschluss "Pflegefachfrau"/"Pflegefachmann". Die schulische und praktische Ausbildung dient der Vermittlung von Kompetenzen für die selbstständige und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen. Damit wird der Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen erleichtert. Den Pflegekräften werden wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet.

Neben dem generalistischen Berufsabschluss "Pflegefachfrau"/"Pflegefachmann" können Auszubildende mit Vertiefung im Bereich Altenpflege oder Kinderkrankenpflege für das dritte Ausbildungsjahr auch eine Spezialisierung mit dem Abschluss "Altenpfleger/in" oder "Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in" wählen. Die Einführung eines Pflegestudiums (an einer Hochschule) in Ergänzung zur beruflichen Pflegeausbildung als weiterer Qualifizierungsweg ist die richtige Antwort auf die zunehmend komplexeren Anforderungen im Pflegebereich und bietet zusätzliche Karrierechancen.

Bessere Rahmenbedingungen erhöhen die Attraktivität der Ausbildung

Mit der erstmaligen Regelung von Vorbehaltsaufgaben, die aufgrund der dafür benötigten Qualifikation nur von Pflegefachkräften wahrgenommen werden dürfen, wird die Pflege als eigenständiger Berufsbereich aufgewertet. Die Reform ist daher auch ein wichtiger Schritt zu mehr Anerkennung und Wertschätzung der Pflegekräfte in Deutschland. 

Der Bundestag hat das Gesetz am 22. Juni 2017 beschlossen und der Bundesrat am 7. Juli 2017 zugestimmt. Das Pflegeberufegesetz wurde am 24. Juli 2017 im Bundesgesetzblatt (BGBl I 2017, 2581) verkündet.  

Quelle:

https://www.pflegeausbildung.net/pflegeberufegesetz.html

04.01.2019 - 10:07 Uhr

Die Rahmenpläne für die neue Ausbildung wurden Anfang August 2019 veröffentlicht:

Rahmenlehrpläne für den theoretischen und praktischen Unterricht

Viele Fragen rund um die neue Ausbildung beantworten die folgenden Internetseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Infografik zur Reform der Pflegeberufe:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/weiterentwicklung-der-pflegeberufe/112820

FAQ:

https://www.pflegeausbildung.net/pflegeberufegesetz/faqs-zur-neuen-pflegeausbildung.html

 

 
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